[Updates] Deutsche Inhalte aktuell

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(Bluntwolf) #221

Hähä! Nee, da habe ich einfach abgeschaltet. Der Film war ja vorbei…

Hier der Schnittvergleich:

http://spaghetti-western.net/index.php/Mille_dollari_sul_nero/Comparison_VHS-DVD_(deutsch)


(dicfish) #222

Gute Arbeit!


(Stanton) #223

Ja, sehr schön.

Aber die Videostar, die mit Sicherheit uncut ist, ist keine deutsche Veröffentlichung, oder?

Dürfte identisch sein mit dem was ich auf DVD-R habe. Das sieht auch so wahnsinnig überbelichtet aus.


(Bluntwolf) #224

[quote=“Stanton, post:223, topic:332”]Ja, sehr schön.

Aber die Videostar, die mit Sicherheit uncut ist, ist keine deutsche Veröffentlichung, oder?

Dürfte identisch sein mit dem was ich auf DVD-R habe. Das sieht auch so wahnsinnig überbelichtet aus.[/quote]

Bestimmt! Die VideoStar Version ist Dutch mit englischem O-Ton und niederländischen Untertiteln. Von der Qualität her sind die dt. Versionen besser, das Dutch Tape dürfte aber dafür uncut sein (wie schon erwähnt)…


(Sebastian) #225

Jungs, lasst uns zusammenhelfen und den Text uebersetzen. Jeder schnappt sich einen Absatz und wir sind ratz fatz fertig http://www.spaghetti-western.net/index.php/Einführung


(Bluntwolf) #226

Ist schon irgendwas angefangen worden? Ansonsten übernehme ich den ersten Absatz.


(dicfish) #227

Hab grad den ersten Absatz erledigt:
http://www.spaghetti-western.net/index.php/Einführung

Bitte um Verbesserungsvorschläge!

EDIT: Sry, Bluntwolf, hab zu spät gelesen, dass du den Absatz übernehmen wolltest.


(Bluntwolf) #228

Macht nix, Dicfish. Habe einen anderen übersetzt. Bitte auch um Korrekturlesung und gegebenenfalls um Verbesserung!!!


(Sebastian) #229

der Finnische ist inhaltlich schon komplett, muss nur noch die Links nachbessern


(The Stranger) #230

Die Version habe ich auch auf einer DVD-R Kopie. Bei mir hat man allerdings versucht die Untertitel zu verdecken, in dem man das Format etwas geändert hat. Leider läuft der bei mir nur auf dem PC und nicht im DVD-Player. Aber immerhin uncut.

Die DVD-Version werde ich mir interessehalber trotzdem mal besorgen. :wink:

Gute Arbeit, Bluntwolf.


(Stanton) #231

Ich würde es auch komplett machen, aber momentan habe ich viel Stress.


(Sebastian) #232

wenn es so weiter geht wie heute, dann ist das ding in nem Montag in allen Amtssprachen der UN verfuegbar :wink:


(Stanton) #233

Fehlt noch schwäbisch …


(Sebastian) #234

ich mach auch noch bayrisch. aber der hit waere ja ne Rainer Brandt Fassung unserer Introduction


(Stanton) #235

Jaaa, ohne Rainer kein echtes deutsches SWfeeling


(Dillinger) #236

Also ich bin waschechter Schwabe, falls Bedarf besteht… Falls Rainer Brandt keine Zeit hat, dann kann ja vielleicht Christian Kessler aushelfen, der ist auch ganz fit in Brandesisch…


(dicfish) #237

Eine Rainer Brandt-Version wär der Hammer! :smiley:


(Dillinger) #238

Hier ein Teil von mir (hab gerade etwas Zeit):

Das Goldene zeitalter: 1966-68

In diesem relativ kurzen Zeitraum wurden die meisten der Filme gedreht, die heute Klassiker sind. 1966 drehte Leone “Zwei glorreiche Halunken”, der allgemein als Quintessenz des Italiwestern gilt und heute von vielen als bester Western überhaupt angesehen wird. Ein weiterer Meilenstein war Django von Sergio Corbuccis (oft “der andere Sergio” genannt), der zum Prototyp der Rachegeschichte wurde und eine FLut von Djangofilmen auslöste. 1968 schufen diese Regisseure zwei weitere Meisterwerke: Leone machte "Spiel mir das Lied vom Tod, der erste Spaghettiwestern, der auch bei so genannten sreiösen Kritikern Zuspruch fand, und Corbucci drehte den erschütternden “Leichen pflastern seinen Weg”, der ausschließlich in einer Schneelandschaft spielte und mit nahezu allen Konventionen des Genres brach, darunter auch das oftgenannte Klischee, dass in einem Western der Gute stets gewinnt.

Ein weiterer Regisseur dieses goldenen Zeitalters des genres is Sergio Sollima (der dritte Sergio), der intellektuellste politisch engagierteste aller Spaghettiregisseure. “Der gehetzte der Sierra Madre” (La Resa dei Conti, 1966) mit Lee van Cleef, der auch in zwei von Leones drei Dollar-Filmen mitwirkte, ist sowohl eine Geschichte über den Klassenkampf, als auch eine Demontage des Mythos eines Revolvermannes, der das Gesetz hoch hält. “Von Angesicht zu Angesicht” (1967) erzählt von einem neuenglischen College Professors, der auf einer Kur im Süden seine gewalttätige Seite entdeckt als er die Geisel eines Banditen wird. Der Professor wird von Gian Maria Volonté, einem anderen Leone Veteranen gespielt, während der Bandit vom Kubaner Tomas Milian verkörpert wird.

Volonté spielte auch in Damiano Damianis “Töte Amigo” (Quién sabe? 1966), der eine Welle von politische Western losbrach, die allesamt im Mexiko der Revolution spielten, die so genannten Zapata-Western. Tomas Milian sollte in einigen dieser Tortilla Western erscheinen, immer als einfacher Landarbeiter (meist Peon genannt), der dann zum Revolutionär wird. Sein eigenen Worten nach wurde er zu “einem Symbol für Armut und Revolution”. Auch wenn diese Zapatas in mexiko spielten und in barockem Westernstil gefilmt wurden handelten sie in Wirklichkeit doch eher von der Politik Europas als Nord oder Südamerikas.In des Sechziger Jahren waren linke Theorien bei europäischen Intellektuellen weit verbreitet v.a. im Mittelmeerraum, weshalb diese Western auch solche Gedanken aufleben ließen. Da diese Filme ausgeklügelter und nachdenklicher waren als “normale” Western, waren sie bei Studenten auch weitaus erfolgreicher. Sie waren aber auch beim Publikum der dritten Welt sehr beliebt. Zu den besten Zapatas zählen Gulio Petronis Tepepa und Sergio Corbuccis Il mercenario (beide von 1968).

1969 nahm die Zahl der Westernproduktionen ab und der Trend zur Parodie, der schon vorher absehbar war, wurde immer bestimmender, v.a. bei der Sartana-Reihe, die oft als Antwort der Spaghetti Western auf james Bond bezeichnet wird.


(Dillinger) #239

Noch mehr Zeit:

Was ist an ihnen so besonders?

Oft wird angenommen der Unrsprung des Gernes wäre ausschließlich eine Antwort auf den enormen Erfolg von Sergio Leones “Für eine Handvoll Dollar” von 1964, einer Adaption Akríra Kuriosawas Samuraifilm Yojimbo (1961). Es wurden jedoch schon einige Western in Italien gedreht, bevor Leone das Genre neu erfand, und die Italiener waren ihrerseits nicht die ersten Europäer, die in den Sechzigern Wesntern drehten. In Deutschland wurde eine Reihe überaus erfolgreicher Filme produziertm die sich die Bücher und Figuren Karl Mays anlehnten. Der erste Eurpäische Western, der zumindest ein paar der typischen Spaghetti Western Zutaten enthielt wurde ohne italienische Beteiligung als british-spanische Co-Produktion gedreht: Bis aufs Blut (Michael Carreras, 1961)

Doch sicherlich war es Sergio Leone, der mit seinem ersten Western und den beiden folgenden Filmen das Gerne als solches in Stil und Stimmung bestimmte: Für eine Handvoll Dollar (1964), Für ein paar Dollar mehr (1965) und Zwei glorreiche Halunken (1966). Zusammen nennt man sie die Dollar-Trilogoe. Leones Westen war ein staubiges Ödland mit kalkweißen Dörfern, heulenden Winden, reudigen Hunden und zynischen helden, die genau so ungewaschen waren, wie die Bösewichte.

Der Soundtrack zu allen drei Filmen stammt von Ennio Morricone dessen Musik so ungewöhnlich war wie Leones Bildsprache: Er benutzte nicht nur Instrumente wie Trompeten, harfen oder Gitarren, er verwendete auch Pfiffe, Peitschenknallen und Pistolenschüsse zur Untermalung. Ein Kritiker bezeichnete das als “Klapperschlange in einer Trommel”. Morricone sollte zu über 30 Western die Musik schreiben und somit zu einem Schlüsselfaktor des Erfolgs des Genres werden.

Grundsätzlich waren die Spaghetti Western viel temporeciher und actiongeladener als ihre amerikanischen Pendants. Die Dialoge waren spärlich und einige Kritiker meinten, die Western seien komponiert wie Opern, welche die Musik als narratives Element nutzten. Schon lange zuvor wurden Western als “Pferdeopern” bezeichnet, doch wie der Kulturwissenschaftler Christopher Frayling sagte sollten die Italiener erst zeigen, was dieser Ausdruck wirklich bedeutete. Für die damalige Zeit waren die Italowestern überaus brutal und einige hatten ernsthafte Probleme mit der Zensur, weshalb viele nur gekürzt oder in manchen Ländern überhaupt nicht in die Kinos kamen. Viele Filme spielen entlang der amerikanisch-mexikanischen Grenze und präsentieren uns laute und sadistische mexikanische Banditen. Der Amerikanische Bürgerkrieg und seine Nachwirkungen sind ebenfalls eine wiederkehrendes Thema. Statt der bekannten namen wie Will Kane oder Ethan Edwars tragen die Spaghettihelden oft bizarre Namen wie Ringo, Sartana, Sabata, Johnny Oro, Arizona Colt oder Django. Ganz unzweifwlhaft ist es auch ein genre, das vom Kathilizismus beeinflusst ist (was auch an Namen wie Hallelujah, Weihwasser Joe, Friedhof oder Trinita abzulesen ist) mit Bildern, die oft an die klassische Ikonographie erinnern, wie der Kreuzigung, dem letzten Abendmahloder Ecce Homo. Das surreale Spektakel "Django - Leck mir den Staub vom Colt " von Giulio Questi, einem ehemaligen Assistenten Fellinis, zeigt die Auferstehung eines Helden, der Zeuge des Jüngsten Gerichts in einer staubigen Westernstadt wird.

Die Außenszenen vieler Italowestern, v.a. derer mit höherem Budget, wurden in Spanien gedreht, insbesondere in der Tabernas Wüste bei Almeria (Andalusien) und Colmenar Viejo und Hoyo de Manzanares (nahe Madrid). Das italienische Latium um Rom war auch eine beliebte Filmgegend. Wenige der Spaghetti Western wurden in exotischeren gegenden wie den Alpen, Nordafrika oder Israel gedreht. Die Innenaufnahmen wurden fast immer in den Westernstädten der römischen Studios wie Cinecittà oder Elios gemacht. Letzteres hatte neben der Westernstadt auch ein mexikanisches Dorf.


(dicfish) #240

Kann ich das schon einbauen, oder willst du noch etwas daran ändern?